TAZ-Ausbildung

Im Folgenden finden Sie kurze Informationen zu den einzelnen Lehrgängen am Trainings- und Ausbildungszentrum der FF München (TAZ). Wir haben die Inhalte auf einer extra Seite zusammengestellt:

Truppmann 1

Nach der Jugendfeuerwehr mit 16 Jahren, oder als Quereinstieg, ist der Truppmann 1 der erste Lehrgang in der Feuerwehr Laufbahn.

Nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung erhalten die Teilnehmer ihren Funkmeldeempfänger und dürfen zu Einsätzen mit ausrücken. Dort nehmen sie an der Seite von erfahrenen Kameraden Aufgaben außerhalb des Gefahrenbereichs war.

Hierfür lernen sie unter anderem neben einen Erste-Hilfe Kurs, Grundkenntnisse der Einsatztaktik, Fahrzeug- und Gerätekunde, Aufbau einer Wasserversorgung, Aufstellen von Leitern und die Gefahren an Einsatzstellen.

Truppmann 2

Mit 18 Jahren, oder bei Quereinstieg im Anschluss an den Truppmann 1 steht der Truppmann-Aufbaulehrgang an. Dieser beinhaltet Themen für die Arbeit innerhalb des Gefahrenbereichs. Neben standardisierten Einsatzübungen im Bereich technischer Hilfeleistung, dem Umgang mit Funkgeräten und die Anwendung des Gerätesatzes „Absturzsicherung“, steht auch die Bedienung der Drehleiter der Berufsfeuerwehr auf dem Lehrplan.

Atemschutzträger

Dieser fordert den Teilnehmern einiges an körperlicher Fitness und Kondition ab. Zum Bestehen der theoretischen und praktischen Prüfung müssen die Männer und Frauen die Menschen- und Kameradenrettung, sowie die Brandbekämpfung unter „Nullsicht“-Bedingungen, also in völlig verrauchten Räumen, mit schweren Atemschutzgeräten beherrschen.

Um für die Prüfung gerüstet zu sein, werden die Teilnehmer in zahlreichen Übungslagen, geleitet von erfahrenen Ausbildern der Feuerwehrschule, vorbereitet. Ausgebildet wird auch unter „Realbedingungen“ in einer Brandsimulationsanlage und einem Feststoff-Feuercontainer bei der Firma FeureX.

Im Einsatzdienst übernehmen diese Kameraden den „Angriffstrupp“ und führen die Menschenrettung- und Brandbekämpfung durch.

Grundmodul 2

An fünf Terminen beschäftigen sich die Teilnehmer mit der Technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen. Theoretisch und praktisch werden der Umgang und die Einsatztaktik mit hydraulischen Rettungsgeräten, Hebekissen und dem Mehrzweckzug geschult.

Grundmodul 4

Das Modul 4 befasst sich mit der Thematik der Technischen Hilfeleistung und Brandbekämpfung bei Schienenfahrzeugen. Auf dem Programm steht auch ein Besuch im U-Bahn Werk Fröttmaning und Trambahnwerk Steinhausen.

Grundmodul 5

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass auch München immer wieder von schweren Unwettern nicht verschont bleibt. In diesem Modul erlernen die Feuerwehrmänner- und Frauen unter anderem den Umgang mit der Kettensäge und Tauchpumpen. Die Praxisausbildung für die Motorsäge findet dabei direkt im Wald statt.

Grundmodul 6

Auch Unfälle mit atomaren-, biologischen- und chemischen Stoffen fallen in das Aufgabenspektrum der Feuerwehr. Im Modul 6 werden theoretisch und praktisch die Einsatztaktik im Gefahrstoffeinsatz, sowie die Dekontamination von Einsatzkräften und Zivilpersonen geschult.

Truppführer

Nach dem erfolgreichen Besuch der Module, wird die Grundausbildung mit dem Truppführer Lehrgang abgeschlossen. Schwerpunkte sind hier unter anderem das Führen eines Trupps im Brandeinsatz und diverse Einsatztaktiken.

Zudem umfasst das Programm die richtige Belüftung von Einsatzstellen, die Strahlrohrführung, einen Besuch in einer Rauchgasdurchzündungsanlage bei der Firma FeureX und der Umgang mit der Wärmebildkamera.

Ähnlich wie im Atemschutzlehrgang werden auch hier zahlreiche praktische Übungen mit Atemschutzgeräten durchgeführt. In diesem Lehrgang liegt der Fokus dabei auf der richtigen taktischen Vorgehensweise und einer guten Führung des Trupps. Nach Abschluss der praktischen und theoretischen Prüfungen werden die Teilnehmer zum Oberfeuerwehrmann befördert.

Nach dem Truppführer Lehrgang ist die Grundausbildung beendet. Die folgenden Lehrgänge finden auf freiwilliger Basis statt.

Maschinisten

Der Maschinisten Lehrgang in Zusammenhang mit einem LKW-Führerschein befugt die Feuerwehrangehörigen zum Fahren von Einsatzfahrzeugen. Am Einsatzort übernehmen sie die Bedienung der Pumpe und Aggregate.

Gruppenführer

In über 80 Stunden erlernen die angehenden Einheitsführer das Führen einer Fahrzeugbesatzung „Gruppe“ oder „Staffel“ im Einsatz. Sie sind für alle Entscheidungen verantwortlich und bekommen hierfür ein breites Wissen für alle Einsatzarten gelehrt. Auch das erteilen von Befehlen an die Mannschaft und die Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr, Polizei und Rettungsdienst werden geübt. In vielen praktischen Übungslagen, welche von einer einfachen technischen Hilfeleistung, bis hin zum Wohnungsbrand mit eingeschlossenen Personen reicht, wird den Teilnehmern einiges abverlangt. Die Ausbilder stammen hierfür allesamt von der Berufsfeuerwehr. Erkennbar ist der Gruppenführer an einem schwarzem Band am Helm.